Ganz gelassen niedergelassen

Dr. Constanze Wittenberg hat sich nach ihrem Studium und ihrer Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie für die Niederlassung in Heemsen entschieden. Und wir haben Sie zum Kurzinterview getroffen.

Frau Dr. Wittenberg, wie sind Sie auf die Kampagne aufmerksam geworden?

Durch persönliche Gespräche mit Herrn Koop.

Was hat Sie bewogen, sich als Ärztin auf dem Land in der Region Mitte Niedersachen niederzulassen?

Wir fühlen uns hier in Rohrsen zu Hause und daher stand für mich fest, falls ich mich niederlasse, dann in dieser Region, die wir als unsere Heimat betrachten.

Wie lief der Prozess von der Entscheidung sich niederzulassen bis zur tatsächlichen Niederlassung ab? Wie lange dauerte er?

Bei mir ging das über Jahre. Herr Koop hat gearbeitet nach dem Motto:“Steter Tropfen höhlt den Stein…“ und mich immer auf dem Laufenden gehalten. Nach Ausschreibung des orthopädischen Kassensitzes ging es dann mit der Entscheidungsfindung alles sehr schnell. Bis zur Neugründung der Praxis hat es aber noch ein gutes, sehr arbeitsreiches Jahr gedauert.

Was war die größte Herausforderung in den ersten Monaten als niedergelassene Ärztin? 

Die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche, vor die ich mich gestellt sah: Patientenbehandlung, Sprechstunden – und Patientenorganisation, Abrechnungsmodalitäten, Teambildung, sehr viel Papier- und Computerarbeit. Dazu kam noch ein Wasserschaden. Wir haben 8 Wochen lang den laufenden Betrieb bei unglaublicher Lärmbelastung durch Trocknungsgeräte aufrechterhalten.

Frau Dr. Wittenberg (links) und ihre Mitarbeiterinnen in den neuen Praxisräumen

Welche Vorteile sehen Sie in dem Konzept? V.a. im Vergleich zur Niederlassung als Arzt in der Stadt.

Viele Fragen und Nöte können auf dem kurzen Dienstweg geregelt werden. Nicht nur hier im Rathaus und mit dem lokalen Bauherren und Vermieter, sondern auch mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Verden hat sich durch den Kontakt schnell ein persönliches Verhältnis aufgebaut. 

Welche Standortvorteile sehen Sie in der Region Mitte Niedersachsen für eine Niederlassung?

Die Einzugsbereiche sind sehr groß. Das Patientenaufkommen ist breit gefächert, so dass alle Behandlungen vom Säugling über den jungen und jung gebliebenen Sportler bis hin zum alten Patienten dringend gebraucht werden. Das ist auch daran abzulesen, dass wir mit unserer Regelterminvergabe bereits im März 2017 angekommen sind. 

Was können Sie Interessenten/ jungen ÄrztInnen mit auf den Weg geben? Was muss man beachten und welche Tipps haben Sie?

Um sich in Kompaktform in den Niederlassungsbereich einen Einblick geben zu lassen, lohnt es sich, frühzeitig die sehr guten Fortbildungsveranstaltungen der KV zu besuchen. Ein persönliches Gespräch mit der KV Verden ist dabei auch sehr hilfreich.

Frau Dr. Wittenberg, vielen Dank für das kurze Gespräch.