Gute Erfahrungen

Als Leitfaden und Entscheidungshilfe können echte Geschichten von selbständigen Ärztinnen und Ärzten wertvoll sein. Sie geben Probleme, Hürden, erste Erfolge und Ratschläge aus erster Hand an Sie weiter. Daher möchten wir Ihnen auch in Zukunft best practice-Geschichten von Ärztinnen und Ärzten aus unserer Gegend hier vorstellen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass Sie uns besuchen und wir gemeinsam eine Praxis und deren Inhaber(in) besuchen. 

Ganz spannend: Medizinstudentinnen und –studenten können über die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen eine niedergelassene Ärztin oder einen niedergelassenen Arzt als Patin / Paten vermittelt bekommen. So können rechtzeitig Ängste abgebaut und Fragen geklärt werden.

Aus der Praxis

Nach ihrer erfolgreichen Niederlassung in Heemsen berichtet Dr. Constanze Wittenberg uns im Interview über ihren Weg in die eigene Praxis.

Erfahrungsbericht von Stipendiatinnen und Stipendiaten

Das Regionsstipendium des Landkreises Diepholz greift Stipendiatinnen und Stipendiaten finanziell unter die Arme. Im Gegenzug verpflichten sich diese, nach der abgeschlossenen Facharztausbildung für einen bestimmten Zeitraum in der Region zu praktizieren.

Eine weitreichende Entscheidung, die die angehenden Mediziner(innen) zum Teil schon zu Beginn des Studiums treffen. Trotzdem bereut Nina-Kristin Tesch diesen Schritt nicht. Im Gegenteil. Seit über einem Jahr ist die Studentin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  Teil des Stipendienprogramms und „sehr zufrieden mit der Entscheidung“, die sie „jederzeit wieder“ treffen würde. Viele ihrer Kommilitonen zieht es eher in die großen Städte. Nina-Kristin Tesch ist das „viel zu anonym“. Mitten in der Region, in der Gemeinde Stuhr, aufgewachsen, beschreibt sie sich als „sehr heimatverbunden“. Das und das Wissen, dass „hier Ärzte benötigt werden […], dass meine Hilfe etwas bewirken kann“ haben zu ihrem Berufswunsch geführt. Dabei spielte auch der Zufall eine Rolle. Ohne ihre Mutter, die 2012 in einer regionalen Tageszeitung von dem Stipendium las, wäre sie vielleicht nicht auf diese Unterstützung aufmerksam geworden. Die Kampagne soll daher in Zukunft für noch mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Die Vorstellung, dass ihr späterer Beruf mit „viel Arbeit verbunden sein wird“ schreckt Nina-Kristin Tesch nicht ab. Ihr Ziel: „als Chirurgin […] im Landkreis Diepholz arbeiten“ und außerdem das Berufsleben „mit einer Familie vereinen“. Die Entscheidung für das Stipendium und die damit einhergehende Verpflichtung bereut sie „definitiv nicht“. Ihr kurzes und bündiges Fazit für alle zukünftigen Stipendiat(innen) und Medizinstudent(innen): „Es lohnt sich.“

Auch Jeyachandru Emanualyanus ist froh, bei seinem Medizinstudium an der Universität Marburg durch das Stipendium des Landkreises unterstützt zu werden. Nach seinem Abitur in Syke empfahl ihm eine gute Freundin das Stipendium. Das passte, da Jeyachandru „sowieso im Landkreis Diepholz […] bleiben wollte“. Die Nähe zur Familie ist ihm wichtig. Und die „Nähe zu den Menschen vom Landkreis“ ist ein weiterer Vorteil, den ihm eine Tätigkeit als Hausarzt in seiner niedersächsischen Heimat bietet.

Im Dezember 2016 wird er sein Studium voraussichtlich beenden und seine Weiterbildung zum Allgemeinmediziner beginnen. Und genau wie Nina-Kristin Tesch ist er mit seiner Entscheidung bis heute „zufrieden“ und sagt er „bereue nichts“. Jeyachandru empfiehlt zukünftigen Medizinern und Medizinerinnen „hier im Landkreis als Hausärztin oder Hausarzt tätig zu werden“, da „die Gegend hier viel zu bieten“ hat. Und tatsächlich bietet die Niederlassung in der niedersächsischen Mitte beides: ein familienfreundliches Leben mitten in der Natur und durch die relative Nähe zur Hansestadt Bremen die Vorteile der Großstadt direkt vor der Haustür. Außerdem findet Jeyachandru junge Mediziner(innen) tun „was Gutes, indem sie dem Landkreis als praktizierende Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung stehen“. Den Nutzen des Stipendiums sieht er dabei erfrischend pragmatisch: „Wenn man schon hierher möchte, kann man sich auch gleich für das Stipendium […] bewerben“. Außerdem findet Jeyachandru, dass die „Stipendiatinnen und Stipendiaten gut vom Landkreis betreut“ werden. Ein Erfolg sowohl für den Landkreis Diepholz und sein Stipendienprogramm als auch für Nina-Kristin Tesch und Jeyachandru Emanualyanus.